
Schulmanagerin Heike Floß (2. v. re.) und Loubna Morabet (2.v.li.) im Gespräch mit Lydia Akanbi (re.) und einem Schüler.
Lydia Akanbi möchte alten Menschen helfen. Seit April 2025 drückt die 34-Jährige aus Nigeria die Schulbank in der Kolping Fachschule für Pflege in Freiburg. In zwei Jahren wird sie ausgebildete Altenpflegehelferin sein. Auch ihr Deutsch möchte sie verbessern. „Es macht Spaß, aber es ist auch schwer, mit Schule und Arbeit parallel“, sagt sie.
In einem Jahr eine volle Berufsausbildung
In der Pflegefachschule können sich Migrant*innen mit Hauptschulabschluss oder einem ausländischen Äquivalent zur Altenpflegehelferin ausbilden lassen – wahlweise in einem oder in zwei Jahren. Der Unterschied: „Die zweijährige Ausbildung ist entzerrter, und es wird Staatsbürgerkunde unterrichtet“, erklärt Schulleiterin Melanie Birck-Merker. Seit April 2024 bietet die Schule die Ausbildung an. 60 Schüler*innen lernen in den Kolping-Räumen in der Bertholdstraße alles rund um die Altenpflege. Das ist anspruchsvoll. Bereits im Vorfeld brauchen sie zumindest grundlegende Sprachkenntnisse. „Sie müssen ja nicht nur Deutsch lernen, sondern auch die Fachsprache“, erklärt Birck-Merker. In Migrantenklassen pauken die Schüler*innen deshalb parallel intensiv Deutsch.
In der Pflegefachschule können sich Migrant*innen mit Hauptschulabschluss oder einem ausländischen Äquivalent zur Altenpflegehelferin ausbilden lassen – wahlweise in einem oder in zwei Jahren. Der Unterschied: „Die zweijährige Ausbildung ist entzerrter, und es wird Staatsbürgerkunde unterrichtet“, erklärt Schulleiterin Melanie Birck-Merker. Seit April 2024 bietet die Schule die Ausbildung an. 60 Schüler*innen lernen in den Kolping-Räumen in der Bertholdstraße alles rund um die Altenpflege. Das ist anspruchsvoll. Bereits im Vorfeld brauchen sie zumindest grundlegende Sprachkenntnisse. „Sie müssen ja nicht nur Deutsch lernen, sondern auch die Fachsprache“, erklärt Birck-Merker. In Migrantenklassen pauken die Schüler*innen deshalb parallel intensiv Deutsch.
Mit Pflegeheimen in der Umgebung wird kooperiert
Im hauseigenen internationalen Büro werden Kontakte im Ausland genutzt, um geeignete Kandidat*innen zu gewinnen. Aber auch Migrant*innen, die schon länger in Deutschland leben, finden ihren Weg in die Schule. 22 Nationen vor allem aus Asien und Afrika sind vertreten. Für die Praxis kooperiert die Schule mit Pflegeheimen in Freiburg und Umgebung. Lydia Akanbi arbeitet zurzeit im Altenheim in Bötzingen.
Neben Schulleiterin Birck-Merker gehören Schulmanagerin und Mitbegründerin Heike Floß und Integrationsberaterin Loubna Morabet zum Kernteam. Heike Floß verantwortet zudem das internationale Büro. Der Kontakt zu den Schüler*innen ist sehr persönlich. Während Morabet ihnen den Weg vom Ausland hierher ebnet, unterstützt Floß die jungen Menschen bei der Einreise, holt sie vom Flughafen ab, organisiert Welcome-Veranstaltungen oder kümmert sich um deren Unterkunft im internatsähnlichen Konzept in Hinterzarten. Im Flur läuft Lydia Akanbi während der Pause auf sie zu und umarmt sie herzlich. Auch andere Schüler kommen mit ihren Anliegen. „80 Prozent ist Kommunikation“, meint die Schulmanagerin. Denn: Es ist ja nicht nur eine Ausbildung. Die Hauptamtlichen sind auch Ansprechpartner in Alltagsdingen oder bei Problemen im Behördendschungel.
Das Konzept ist ein Erfolg: Viele Absolvent*innen schließen die 3-jährige Ausbildung zur generalistischen Pflegefachkraft an. Ein persönliches Erfolgserlebnis von Melanie Birck-Merker aber hat mit Schule nichts zu tun: „Einige Teilnehmer haben den Führerschein geschafft.“ Manuela Blum
Info:
Der Pflegereport 2030 der Bertelsmann Stiftung rechnet vor, dass im Jahr 2030 fast 500.000 Vollzeitkräfte in der Pflege fehlen. Ohne Menschen aus dem Ausland würde der Bedarf nicht gedeckt. Seit 2024 dürfen nicht nur Pflegekräfte, sondern auch Pflegehelfer*innen aus Drittstaaten in der Pflege beschäftigt werden (www.kolping-pflege-schule.de).
mb
Der Pflegereport 2030 der Bertelsmann Stiftung rechnet vor, dass im Jahr 2030 fast 500.000 Vollzeitkräfte in der Pflege fehlen. Ohne Menschen aus dem Ausland würde der Bedarf nicht gedeckt. Seit 2024 dürfen nicht nur Pflegekräfte, sondern auch Pflegehelfer*innen aus Drittstaaten in der Pflege beschäftigt werden (www.kolping-pflege-schule.de).
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