Geistlicher Impuls im April 2024
Christus ist erstanden!
Von den Todesbanden schwebt er frei, und auf sein Grab schaut er mit Triumph herab.
Freut euch, Menschenkinder, singt dem Überwinder: Halleluja, Halleluja!
Diesen Osterglauben kann uns niemand rauben;
ewig lebet Jesus Christ, der den Menschen Heiland ist.
Lasst uns ihn bekennen, Herrn und Gott ihn nennen. Halleluja, Halleluja!
Erst noch wie verlassen – o, wer konnt es fassen?
Von den Menschen und von Gott, hing er, seiner Feinde Spott.
Seht ihn jetzt mit Wonne, leuchtend wie die Sonne. Halleluja, Halleluja!
Aus dem Kreuz und Leiden blühen Osterfreuden:
auch bei uns, wenn auferwacht nach des Todes langer Nacht;
einst am ewgen Morgen, was das Grab geborgen. Halleluja, Halleluja!
(T und M: Konstanz 1812 GL 798)
Von frühester Kindheit an ist mir das Lied „Christus ist erstanden, von den Todesbanden“ vertraut. Und es gehört für mich zu Ostern dazu, wie für die meisten Kinder das Ostereiersuchen. Vielleicht mag es manch einem zu triumphal erscheinen, zu weit weg vom eigentlichen Leben heute. Geschrieben und komponiert wurden Text und Melodie ja schon 1812 in Konstanz. Das war sicher eine andere Zeit. Für mich aber spricht das Lied von einem tiefen, verinnerlichten Glauben. Einem Glauben, der durch nichts wirklich erschüttert werden kann.
„Diesen Osterglauben, kann uns niemand rauben“ – mit welch einer Gewissheit wird hier von unserm christlichen Glauben gesprochen – niemand kann ihn uns rauben. Trotz der vielen Unsicherheiten in unserem Leben, trotz vieler Zweifel, auch Glaubenszweifel, haben wir IHN letztendlich fest im Blick: Jesus Christus, unseren Heiland. „Seht ihn jetzt mit Wonne, leuchtend wie die Sonne“ – auf ihn sollen wir schauen, er kann uns Licht und Leben sein. Das ist keine Weltflucht, keine Selbsttäuschung, kein Wahn. Sondern das ist Ausdruck von unendlichem Vertrauen in das Leben selbst, das uns von Gott geschenkt wurde. Mit diesem Vertrauen können wir viele Krisen bestehen. Wir werden durch unseren Glauben an Jesus Christus nicht vor allem Leid bewahrt, aber wir wissen, dass einer mit uns geht. In diesem Leben und darüber hinaus. „Aus dem Kreuz und Leiden, blühen Osterfreuden“. Diese Hoffnung und dieses Vertrauen wünsche ich uns allen.
Frohe, gesegnete und hoffnungserfüllte Ostern
Euer
Rainer Auer
Diözesanpräses








