
Freude lässt sich nicht „machen“, man kann diese auch nicht verordnen. Johannes Paul der XXIII. schrieb einmal „Freude ist die Heiterkeit, die von Gott kommt.“
Adolph Kolping, so empfinden wir es oft, wird auf Bildern sehr ernst dargestellt. Und doch sagt man ihm nach, dass er kein Kind von Traurigkeit war. Er besaß eine Art tiefgründigen Humor. Als Student in München griff er wohl gerne zur Pfeife, das bayrische Bier hatte es ihm angetan. Wein war für ihn wie Medizin aus dem Keller. Persönliche Briefe schrieb er gerne bei einem Glas Wein und einer Zigarre. Geselliges Miteinander und fröhlicher Gesang waren feste Bestandteile im Leben des Gesellenvereins.
Adolph Kolping sagte: „Freude lässt sich nicht gebieten, nicht befehlen, nicht machen, Freude will geboren werden, das Herz will sie freiwillig ergreifen, also muss man das Herz auch gewähren lassen.“
So darf es in diesen Tagen auch einmal heitere Seligpreisungen geben:
Selig, die über sich selbst lachen können, es wird ihnen nie an vergnügter Unterhaltung fehlen.
Selig, die einen Berg von einem Maulwurfshügel zu unterscheiden wissen, manche Scherereien werden ihnen erspart bleiben.
Selig, die imstande sind auszuruhen und auszuschlafen, ohne dafür Entschuldigungen zu suchen, sie werden Gelassenheit finden.
Selig, die zuhören und schweigen können, sie werden viel Neues dazulernen.
Selig, die gescheit genug sind, sich selber nicht allzu ernst zu nehmen, sie werden von ihren Mitmenschen geschätzt werden.
Selig, die für den Anruf anderer aufmerksam sind, ohne sich jedoch für unentbehrlich zu halten, sie werden Freude verbreiten.
Selig, die es verstehen, Kleines ernsthaft und Ernstes gelassen zu betrachten, sie werden im Leben weit vorankommen.
Selig, die ein Lächeln zu schätzen wissen und ein Grinsen vergessen können, auf ihrem Weg wird die Sonne scheinen.
Selig, denen es gelingt, fremdes Verhalten stets wohlwollend zu deuten, auch wenn der Anschein dagegenspricht. Sie werden zwar für naiv gehalten werden, aber das ist der Preis für die Liebe.
Selig, die überlegen, bevor sie handeln und beten, bevor sie überlegen, sie werden viele Torheiten vermeiden.
Selig, die lächeln und schweigen können, auch wenn man ihnen das Wort abschneidet, ihnen widerspricht oder auf die Zehen tritt, denn das Evangelium fängt an, ihr Herz zu durchdringen.
Selig vor allem, die ihr den Herrn erkennen könnt in all jenen, die euch begegnen, ihr werdet das wahre Licht und die echte Weisheit besitzen.
(Vermutlich aus Afrika)
So wünsche ich euch allen „glückselige“ Fasnachtstage!
Mit fröhlichen Grüßen
Ute Rauber, Geistliche Leiterin
Bezirksverband Ettlingen-Karlsruhe








